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Narzissmus wird oft als „toxische Männlichkeit“ beschrieben.

So erklärt mir der Deutschlandfunk. Als Verhaltensweisen treffe man dabei auf:
- Dominanzstreben
- Abwertung
- Wut
- Abwehr von allem, was als “schwach“ gilt

Diese „toxische Männlichkeit“ betreffe auch Frauen. Erst wird im Text auf Beate Zschäpe, Alice Weidel und Co eingegangen, dann aber wird betont, dass Frauen dieses Dominanzstreben bei Männern oft nicht nur tolerierten, sondern suchen und unterstützen.

Da bricht mir der Text. So, wie ich das erlebt habe und erlebe, sind Frauen oft selbst Akteurinnen des Dominanzstrebens, nicht einfach nur das Weibchen, das sich anlehnt.

Doch zunächst mal: Ich habe nun endlich Begriffe/Beschreibungen von Narzissmus, mit denen ich etwas anfangen kann. Sonst habe ich von Narzissmus gelesen, konnte mit den Beschreibungen aber nichts anfangen. Auf die Selbstliebe wird in der Regel abgehoben. Aber können diese Menschen überhaupt lieben? Ich weiss es nicht. Ich kann es nicht erkennen. Stattdessen ist viel Gewalt im Spiel.

Meine Gedanken wandern weiter, als erstes natürlich zu meinem Vater. Der hatte nicht nur FASD, der war auch Narzisst. Was das Ganze sehr bizarr machte. Man denke sich einen Menschen, der sich nicht mal den Kaffee selbst machen konnte (im Ernst nicht, das war keine konservative Rollenverteilung), aber dann dominierend und alles andere als schwach sein wollte.
Nun wundere ich mich nicht mehr, wie bizarr das alles war.

Ich denke an Hartmut, der letztes Jahr verstorbene Freund. Manisch-depressiv war er und hat mir erklärt, dass Frauen an ihm seine manischen Phasen gut fanden, wenn er „härter“ und „dominanter“ drauf war. Und dass er diese Vorliebe nicht verstanden habe.

Da kommt mir meine Verwandtschaft in den Sinn. Wie viele davon bis heute meinen Vater unterstützen (der schon längst verstorben ist). Kein Nachdenken, nichts. Es sind in der Regel Frauen, die ihn unterstützen.
Bei einer hatte ich vor ca. 5 Jahren mal einiges klar gestellt, im guten Glauben, nach all den Jahrzehnten komme man doch ins Nachdenken und es schwäche sich manches ab und kläre sich. Pustekuchen! Stattdessen hiess es, ich hätte es ihr gegeben.
Ich habe das wiederum nicht verstanden, denn ich hatte einfach von Realitäten geredet, war nicht auf Angriff aus.
Aber mit den Begriffen/Beschreibungen von Narzissmus oben verstehe ich das nun.

Kennt Ihr das Modelabel „armed Angels“? Ich lese da immer „arme Dangels“ und wenn ich mir so meine Verwandtschaft angucke, trifft das auf sie zu.

Ein Tantentag wäre auch gut.

Analog zum Muttertag wäre ein Tantentag gut.

Meine gute Tante hätte einen solchen Tag verdient. Ich werde ihr nie vergessen, wie sie und ihr Mann (mein Onkel, Bruder meines Vaters) damit umgingen, als ich ihnen von meinem Vater (mit dem ich so überhaupt nicht klar kam) berichtete. Das war, soweit ich das erkennen kann, regelrecht Benchmark. Die beiden haben das einfach angenommen, ohne irgendwie zu polarisieren oder meinem Vater davon übel gesinnt zu sein oder wie auch immer. Und sie haben drüber nachgedacht. Gerade meine Tante hat dann ihre eigenen Fragen an mich gestellt und festgestellt, dass ich mit meinem Vater einfach überfordert war.

So etwas kannte ich sonst nicht. Da war immer Polarisierung, keine Sachlichkeit. Das hat so in der Seele gut getan.

Hoch die beiden, hoch die Tante!

Ein toter Blogger.

Der (u.a.) Blogger Oswald Prucker ist gestorben. Ein Verlust.

Das Blog von Oswald kannte ich noch nicht lange, habe es durch den UberBlogr-Webring kennengelernt. Reingelesen und gleich abonniert. Endlich mal ein Politikblog, das mich ansprach, denn Oswald war einer mit Witz, Sachverstand und Überblick.

Ich hatte mich schon eine Weile gewundert, wieso seit Januar kein Posting mehr von ihm kam. Letztens hatte ich dann endlich nachgeforscht und feststellen müssen, dass er im Februar verstorben ist. Die Nachrufe, die ich gelesen habe, sagen einhellig dasselbe: Er fehlt.

Schade.

Die Kampagne HeidelbergerOstern.de.

Heidelberger Ostern ist ein ökumenische Kampagne hier in Heidelberg, um zu zeigen, dass Ostern wichtig ist, wichtiger noch als Weihnachten. Ostern droht sonst, unterzugehen.

Gestartet hat diese Kampagne der Philipp aus meiner Gemeinde, und er hat schnell Mitstreiter gefunden. Es wurde ein Website aufgesetzt, die die kirchlichen Veranstaltungen rund um Ostern anzeigt, auch nach Stadtteilen sortiert. Darüberhinaus kann man sich über Ostern an sich informieren.

Was ich besonders liebe, das ist der Insta-Auftritt. Diese Reels, also Videoschnipsel! Ich schau die so gerne. Da erklären hauptamtliche Geistliche, was ihnen persönlich der Glaube bedeutet, was ihnen persönlich Gott bedeutet, was Kirche heute noch bedeuten kann, … Das finde ich wunderbar.

Ich selbst werde auch an einem Event dabei sein: Ich werde "Host", also Gastgeberin, sein beim Pop-up-Café der katholischen Kirche in der Begegnungsstätte gegenüber der Jesuitenkirche, und zwar am Karsamstag (ich werde Kaffee ausschenken und ein Seelsorger wird auch dabei sein, mit dem man reden kann).

Heidelberger Ostern heisst es, weil es zum einen lokal um Heidelberg geht, zum anderen in Anlehnung an das Musik-Festival Heidelberger Frühling und das Volksfest Heidelberger Herbst.

Hülsenfrüchte als Fett-Weg-“Burner“.

Letztens beim Arzt wies er mich daraufhin, dass ich abnehmen müsse (aus medizinischen Gründen). Auf meine Entgegnung, dass das schwer sei, hat er mir geraten, dreimal die Woche am Abend Hülsenfrüchte zu essen. Also Linsensalat oder Chili sin Carne und so Kram, ohne Füllstoffe wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln.

Oha, so hört sich Abnehmen doch ganz anders an! Hülsenfrüchte mag ich. Ich könne ruhig ordentlich dabei reinhauen, hat er gemeint.
Das hat mir gefallen. Es hört sich nach einer Diät an, die ich tatsächlich durchführen kann.

Ich dachte immer, ich und Diät, das wird nie was. Das geht nicht zusammen. Und verstehe jeden, der sich mit dem Abnehmen (auch) schwer tut. Nun bin ich gespannt, wie es mit dieser Diät ist. Wie sie sich im Alltag anfühlt und durchziehen lässt und ob des Arztes Worte wirklich wahr werden.