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Mördersommer

Doch daran allein liegt es wohl nicht, dass bei einer Bekannten der Tod anzuklopfen scheint und sie mitnehmen will. Natürlich ist sie von dieser Hitze geliefert. Ob sie diese heisse Woche noch übersteht?

Ich war in ihrer WG, eigentlich einen Freund besuchen. Da wir im Gemeinschaftsraum sassen, bin ich ihr auch begegnet. Da ist kaum ein Funken Lebenswillen mehr drin. Laut war sie noch nie, das stimmt, keine aufdringliche Person. Eher feiner Humor, doch der war ihr heute abhanden gekommen. Sie war mehr oder minder apathisch. Gruselig, wenn ich an die Kontraste denke zu einer anderen in der WG, die zwar auch unter der Hitze litt, aber noch voller Tatenkraft war und deren Humor noch voll ausgeprägt da war.
Die Bekannte aber rinnt uns unter den Fingern durch.

„Biergarten im Kirchgarten.“

Lichterkette
Lichterkette in der Magnolie beim "Biergarten im Kirchgarten".


Es ist August, traditionell Saure-Gurken-Zeit (alle sind in Ferien, kulturell ist nichts los), und es ist heiß, die Nächte mindestens lau. Da ruft die CLM-Gemeinde wieder zum „Biergarten im Kirchgarten“, und zwar im Kirchgarten der Christuskirche.

Das ist immer so fein! Was Gutes zu essen (Laugengebäck und Obatzter, Oliven, Tomätchen, Radieschen) und was zu trinken, alles gegen eine Spende für das Olmos-Projekt (Schule der Kinderhilfe Olmos in Peru).

Es sitzt sich so fein im Kirchgarten und es kommen ganz unterschiedliche Leute, sodass man immer guten Gesprächsstoff hat.

Der „Biergarten im Kirchgarten“ ist jeden Freitag abend (18.30 Uhr – 21 Uhr) im August im Kirchgarten der Christuskirche in der Weststadt von Heidelberg.

Ventilatoren.

Sie haben zur Zeit – neben anderen Klimageräten – Hochkonjunktur. Als es dieses Jahr zum ersten Mal drohte, extrem heiß zu werden, habe ich mir einen angeschafft. Herkömmliches Modell mit den Flügeln. Anschalten und geniessen. Doch dann, nach einer gewissen Zeit, war das kein frischer Wind mehr, sondern nur noch gequirlte Luft. Und sie roch nach Ventilator.
Dieser Tage habe ich auch einen Turm ausprobiert. Der roch zwar nicht so, aber auch er produzierte gequirlte Luft nach einer gewissen Zeit.

Weiss nicht, wie andere das machen, die mit ihrem Gerät vollauf zufrieden sind. Ich lasse mein Gerät gerne aus.

Die Weite des Herzens.

Das ist etwas, was mich an gläubigen Menschen so anzieht.
An Christen ist es mir letztens in einer Ökumene-Sitzung aufgefallen, aber es gilt auch für Gläubige anderer Glaubensrichtungen.
Man könnte es vielleicht auch als „Güte“ bezeichnen. Sie weitet den Horizont, das Denken. Was fehlt (oder an den Rand gedrückt wird) sind Hass, Engstirnigkeit, Negativität. Die Weite des Herzens benennt die Dinge, ohne sie festzunageln, schon gar nicht (negativ) zu bewerten.
Ich liebe das.

Zur Zeit entdecke ich christliche Zeitungen und Magazine für mich. „Der Pilger“ liegt immer bei meinem Hausarzt aus, ich selbst lese bei „Chrismon“ rein. Sehr reichhaltige Website (allein die vielen Podcast-Folgen(!)) mit einem Journalismus, der mir behagt. Fundiert und eben mit der Weite des Herzens und der daraus resultierenden Weite des Denkens.
Die Artikel sind umfassender als ich es sonst kenne. Sie sind nicht so kopfbasiert und dadurch weitreichender. Ich kann es nicht richtig beschreiben. Doch, das ist mein Eindruck beim Lesen.
Ich muss mir noch mehr Publikationen zu Gemüte führen und mich an den angebotenen Podcasts gütlich tun.

Den „Pilger“ habe ich mir nun auch reingefahren. Viel, viel übers Pilgern ist drin. Die Zeitschrift wird ihrem Titel gerecht. Man kann auch sagen, es sei Wandern mit innerer und äusserer Einkehr. Es ist eindeutig „slow living“ im Gegensatz zur allgegenwärtigen Aufmerksamkeitshascherei.
Ein paar einfach Rezepte (Pesto in verschiedenen Varianten) sind im Sommerheft auch dabei. Und dann solche Anregungen wie die unter der Überschrift „Perspektiven wechseln“: Man schaut zusammen mit einem Freund einen Film (oder liest ein Buch, …) und zwar mit dem Wunsch, zu verstehen, was dem Freund an dem Film so gefällt.

„Slow living“ nenne ich das, abseits des üblichen Schnell-Schnell und der Effekthascherei. Man geht in aller Gemütsruhe aufeinander zu.
Habe ich in noch keiner Publikation so gefunden.

Mai Thi prüft Sonnencreme.

Vielleicht kennen einige von Euch den Kanal MAITHINK X. Mai Thi Nguyen ist eine Chemikerin und eine Wissenschaftspublizistin. Sie bereitet brennende Themen für die Öffentlichkeit auf, für die Nichtwissenschaftler (schliesslich ist nicht jede studierte und promovierte Chemikerin) und publiziert das in ansprechenden Shows. Viele kennen wahrscheinlich Ranga Yogeshwar, der das auch macht. Er ist sozusagen ein Vorgänger von ihr. Mai Thi ist nun auch schon eine Weile am Start und macht prägnante Shows.

Dieser Tage hat sie sich Sonnencreme vorgeknöpft und überprüft, wann und wie Sonnencreme nützt bzw. schadet. Unter dem Link geht es zum Youtube-Video auf dem MAITHINK X-Kanal.