Heidelberger Ostern ist ein ökumenische Kampagne hier in Heidelberg, um zu zeigen, dass Ostern wichtig ist, wichtiger noch als Weihnachten. Ostern droht sonst, unterzugehen.
Gestartet hat diese Kampagne der Philipp aus meiner Gemeinde, und er hat schnell Mitstreiter gefunden. Es wurde ein
Website aufgesetzt, die die kirchlichen Veranstaltungen rund um Ostern anzeigt, auch nach Stadtteilen sortiert. Darüberhinaus kann man sich über Ostern an sich informieren.
Was ich besonders liebe, das ist der
Insta-Auftritt. Diese Reels, also Videoschnipsel! Ich schau die so gerne. Da erklären hauptamtliche Geistliche, was ihnen persönlich der Glaube bedeutet, was ihnen persönlich Gott bedeutet, was Kirche heute noch bedeuten kann, … Das finde ich wunderbar.
Ich selbst werde auch an einem Event dabei sein: Ich werde "Host", also Gastgeberin, sein beim Pop-up-Café der katholischen Kirche in der Begegnungsstätte gegenüber der Jesuitenkirche, und zwar am Karsamstag (ich werde Kaffee ausschenken und ein Seelsorger wird auch dabei sein, mit dem man reden kann).
Heidelberger Ostern heisst es, weil es zum einen lokal um Heidelberg geht, zum anderen in Anlehnung an das Musik-Festival
Heidelberger Frühling und das Volksfest Heidelberger Herbst.
Letztens beim Arzt wies er mich daraufhin, dass ich abnehmen müsse (aus medizinischen Gründen). Auf meine Entgegnung, dass das schwer sei, hat er mir geraten, dreimal die Woche am Abend Hülsenfrüchte zu essen. Also Linsensalat oder Chili sin Carne und so Kram, ohne Füllstoffe wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln.
Oha, so hört sich Abnehmen doch ganz anders an! Hülsenfrüchte mag ich. Ich könne ruhig ordentlich dabei reinhauen, hat er gemeint.
Das hat mir gefallen. Es hört sich nach einer Diät an, die ich tatsächlich durchführen kann.
Ich dachte immer, ich und Diät, das wird nie was. Das geht nicht zusammen. Und verstehe jeden, der sich mit dem Abnehmen (auch) schwer tut. Nun bin ich gespannt, wie es mit dieser Diät ist. Wie sie sich im Alltag anfühlt und durchziehen lässt und ob des Arztes Worte wirklich wahr werden.
Ich habe den Videocast von „fruity knitting“ gehört, die Folge mit Melanie Berg und dem Buch „knit is for power“. Ich war neugierig, was die Gastgeberinnen dazu sagen, zumal sie selbst einen Beitrag für das Buch geschrieben haben.
Es gibt immer gute Musik in dem Videocast, was mich nicht wundert, da die eine der Gastgeberinnen, Andrea (die andere Gastgeberin ist Madeleine, ihre Tochter) vor der Geburt von „fruity knitting“ professionelle Sängerin war.
In der
Folge 149, eben der mit Melanie Berg, modelled Madeleine die Pulloverdesigns von Melanie Berg. Und dazu gibt es Musik von Hildegard Knef: Das altbekannte „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ und dann:
Du bist mein Salz in der Suppe.
Letzteres war für mich ganz neu und ich finde es toll. Ich habe sehr auf den Text gehört (deswegen habe ich ihn hier verlinkt), der mir voll zusagt.
Wann gefällt mir schon mal ein Liebeslied so richtig bei all dem Klingelklangel? Das hier finde ich toll.
Der Frühling ist ausgebrochen, es treibt die Leute aus dem Haus. So auch
Julia und mich. Wir hatten uns für heute für so quasi zu einer Touri-Tour durch Heidelberg verabredet: Hauptstrasse (Deutschlands längste zusammenhängende Fussgängerzone), Bergbahn, Schloss, Apotheken-Museum, grosses Fass und einkehren in einer Chocolaterie.
Wir sehen uns nicht so oft (weil wir an sehr verschiedenen Orten wohnen) und so fiel es mir richtig auf: Ich habe mich innerlich gehäutet.
Nicht mehr diese (mords) innere Anspannung, sondern viel gelassener. Ab und zu kommt noch ein Anflug von früherer Haltung auf, aber ich kann jetzt darauf vertrauen, dass das passé ist.
Bin ich froh. Auch beim Stricken merke ich das. Ich stricke viel ruhiger und gelassener, mit einer ganz anderen Attitude als früher, vor nicht allzu langer Zeit. So schlimm wie beim Bücherlesen ist es nicht (ich war zu früheren Zeiten der reinste Bücherwurm, heute lese ich viel weniger und in der Hauptsache Sachbücher), doch ich merke es.
Ich habe beschlossen, diejenigen, die meinen Vater zum Spielball machten (und am liebsten die ganze Familie mit) sind Aliens. Die leben auf irgendeinem anderen Planeten. Machen hier Station, bringen alles durcheinander und an den Rand des Lebens. Erkennen nichts und zeigen sich auch nicht verantwortlich.
Seit ich beschlossen habe, diese Leute so zu nennen, so zu klassifizieren, ist mir wohler. Ständig hatte ich das Gefühl / die Erwartung mit mir rumgetragen, dass alles möglich sei, wenn man Menschen kennenlerne, auch das vollkommen Unerwartete, Undenkbare, … Weil es über meinen Verstand und mein Fassungsvermögen hinausgeht, zu welchen Leuten mein Vater so falsch abgebogen ist. So viel Fantasie habe ich nicht, es geht über meinen Verstand.
Ich denke z.B. an die Kommilitonen, die es ihm ermöglicht haben … Nein, ihn wohl geradezu gedrängt haben müssen, mir hinterzugehen an mein neues Domizil. Was dem Mann tatsächlich half, das war (ist) ihnen egal. Darum kümmern sie sich nicht. Darum haben sie sich nie gekümmert.
Die Spinnerliga ist das oder eben Aliens. Verschwörungspraktiker hatte ich sie auch schon genannt, als Steigerung von Verschwörungstheoretikern. Jeder weiss, dass letztere voll in ihre Theorien eingesponnen sind, bar der Realität, dass man ihnen aber auch nicht beikommen kann. Sie halten sich für erleuchtet, glauben, sie seien im alleinigen Besitz der Wahrheit.