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Elektrotechnik, Informatik und Psychologie unter einem Dach.

Das trifft auf die drei Fachbereiche an der Uni Ulm zu, sie sind alle in einer Fakultät. Hach, das war eine Freude, das zu lesen! Die E-Techniker (ich habe das an dieser Uni studiert) waren - zumindest zu meiner Zeit, aber heute dürfte das nicht viel anders sein - ziemlich konservativ, wenig offen. Einige (nicht alle, aber bei den E-Technikern war der Prozentsatz einigermassen hoch) meiner Kommilitonen waren doch ziemlich vernagelt, unfähig und unwillens, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Das habe ich bitter zu spüren bekommen, als mein Vater dort aufgeschlagen ist, mit dem ich nun wirklich gar nichts zu tun haben wollte. Da hatte ich schon nicht mehr dort studiert, war nach Heidelberg verzogen. Und er wusste nicht, wo ich bin. Eines Tages ist er hier aufgeschlagen, an meiner Hochschule, noch dazu an meinem Geburtstag, hatte eine ganze Bagages mit sich.
Wisst Ihr, damals, zu Uni-Zeiten, da war ich zusammengebrochen ob der Zustände in meiner Familie (ich sage "meine Familie", weil da mehr drin steckten, aber tatsächlich kam es von aussen und ging auch weit über meine Familie hinaus - sagen wir mal so: Wäre ich ein rachsüchtiger Mensch, wäre ich nun gut beschäftigt). Das war damals dort bekannt.
Mir dann aber meinen Vater hinterzuschicken, an meinen neuen Ort, an dem ich mich sicher wähnte, das ist niederträchtig, hinterhältig und selbstgerecht. (Dasjenige, das das verbrochen hat, hat sich nie bei mir gemeldet.) Ich weiss gar nicht, was für einen verdrehten Kopf man haben muss, derartiges zu tun. Zuhälterei ist das, wenn nicht noch Schlimmeres. Gewalttätig (gegenüber einer wehrlosen Person) auf jeden Fall.

Lebensmotive

Zur Zeit lese ich ein Buch zum KeyAccountManagement. Darin wurden auch kurz die 16 Lebensmotive nach Steven Reiss angesprochen. Neugierig habe ich im Internet danach gesucht.

Ich lese gleich mal: Rache. Beim ersten Mal Lesen denke ich, das bin so überhaupt nicht ich, aber es trifft auf meine verstorbene Quasi-Stiefmutter zu (wenn Ihr jetzt an Märchenfiguren denkt: Recht habt Ihr, sie hatte ein Verhältnis zu mir wie im Märchen). Die war rachedurstig.
Beim zweiten Mal Lesen denke ich, mit ihr hat die negative Besetzung von Rache viel zu tun, aber das, was in dem Kästchen beschrieben wird, das trifft auch auf mich zu. Und überhaupt, so beim Nachdenken, wird mir alles schwammiger (also gucke ich ein paar der dazugehörigen Youtube-Filmchen).

Dann lese ich: Macht. Der ausgeprägte Wille, andere zu beeinflussen, gar zu lenken. Das war ganz stark ausgeprägt bei meinem Vater. Dafür hat dort dann auch jedes Verantwortungsbewusstsein gefehlt. (Pygmalion zu spielen hat keinen Zweck, ergibt nur Ärger.)
Heisst für mich, ein starker Machtwille ist nicht per se gut. Aber stimmt denn, dass - im Umkehrschluss -, wer gerne Verantwortung trägt, dann keinen Machtwillen hat? Ich stimme damit nicht überein.

Ich komme mir jetzt doch vor wie beim Lesen eines Horoskops: Erst wirkt es schlagend, dann nur noch schwammig.

Fahrradfahren in der Stadt.

Über verschiedene Dinge sind wir letztens bei meiner Ärztin beim Thema Fahrradfahren in der Stadt gelandet. Sie meinte schlussendlich, sie sei doch nicht lebensmüde, in der Stadt Fahrrad zu fahren. Entweder sie nehme die Strassenbahn oder sie gehe zu Fuss.
Ich finde, das Fahrradfahren in der Stadt ist tatsächlich sehr gefährlich geworden. Meine Ärztin ist die erste, die mir das widerspiegelt. Die Radfahrer fahren gegen die Richtung, die Lastenräder düsen in hohem Tempo über den Fahrradstreifen, ... Man weiss gar nicht mehr, worauf man alles aufzupassen hat.
So nehme ich mein Fahrrad tatsächlich selten aus dem Keller. Und mache es wie meine Ärztin: Entweder Strassenbahn oder zu Fuss.

Vorbei mit der Teilnahme an Insta.

Gestern hat mir Instagram beim Einloggen erzählt, sie hätten eine neue Richtlinie: Entweder bezahlt ohne Werbung oder unbezahlt mit Werbung. Auf die zweite Möglichkeit habe ich geklickt. Das Ergebnis war jammer viel Werbung, die mich nicht interessiert.

Ergebnis: Ich logge mich nicht mehr ein.
Schade ist das. Ich bin da einigen Leuten gefolgt, die ich einfach gut fand. Julia Litzenberger z.B., die in Mannheim Kurse an der Knipsakademie gibt. Von ihr werde ich nun nichts mehr erfahren. Von den ganzen Strickdesignerinnen auch nicht mehr. Von ihnen sind so viele auf Insta versammelt, aber mit Werbung durchsetzt ist das einfach ärgerlich. Ich will nicht mehr.

Ich weiss, so etwas geschieht mit jeder mehr oder minder kommerziellen Social-media-Plattform. Erst werden die Leute angelockt, und dann werden immer mehr Massnahmen zur Ausschlachtung durchgeführt. Das kann man allenthalben lesen (z.B. bei Claudia, auch wenn es in ihrem Artikel um Amazon Prime geht). Ist immer die Frage, wie lange man durchhält. Bei mir ist nun der Rubikon überschritten.

Ich werde nach keinem Ersatz suchen, sondern meinem Blog und der Bloggerei treu bleiben.

Erinnerungen an die Pandemie

So lange ist das noch gar nicht her, aber ich bin schon am Verdrängen und Vergessen.
Da fällt mir ein Gedichtband, erschienen bei der Büchergilde, in die Hände: von Safiye Can: HerzSchlagDrama. Darin sind Gedichte aus verschiedenen ihrer Gedichtbände versammelt. Unter anderem eben Gedichte aus der Pandemie.

Auf Seite 74 steht als Abschluss des Gedichts "Poesie und Pandemie":
Wir haben in diesem Jahr gelernt
wie man sich die Hände wäscht
das ist kein schlechter Anfang.
Und wenn wir klüger sind
lernen wir endlich auch Menschlichkeit.

Ja, das war so unser Traum, endlich auch Menschlichkeit zu lernen.
Ich sag nichts weiter dazu.