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Mitgemacht bei einem Fotowettbewerb.

Dieses Jahr habe ich doch mal bei einem Fotowettbewerb mitgemacht. Ausgeschrieben vom hiesigen dpunkt-Verlag und der Stadtbücherei dachte ich - nachdem ich dann auch die Preise studiert hatte - das sei eine gute Sache. Das Thema war "Hoffnung". Ein Thema, das dieser Tage wohl in der Luft liegt, aber so schwer darzustellen. (Eine Collage war verboten.)

Rotzfetzen und GeloMyrtol.
Rotzfetzen und GeloMyrtol: Meine Hoffnung auf Besserung.

Ich habe mir den Spass gemacht, auch ein Foto einzusenden. Ob das wohl irgendwie in die Ränge kommen würde? Bisschen provokant in seiner Hässlichkeit ist es ja. (Ein Haufen Rotzfetzen und darauf eine Blisterpackung GeloMyrtol, das meine Hoffnung auf Besserung symbolisierte. Da hatte ich gerade eine Erkältung.) Die Modalitäten des Fotowettbewerbs waren so squishy, da war alles möglich. Aber ich hielt das immer noch für einen regionalen Wettbewerb, da die Stadtbücherei mit involviert war (und unsere Stadtbücherei ist gut).

Gestern waren wir - meine Fotogruppe und ich - die Ausstellung anschauen mit den Siegerfotos und der Shortlist im 1. Stock der Stadtbücherei. Ich hatte sie schon vorher online angesehen. Da fiel schon auf, dass das internationale Fotos waren, also von wegen regionaler Wettbewerb!
Beim gemeinsamen Betrachten und Studieren waren wir uns einig, dass viele der Fotos herzlich wenig mit "Hoffnung" zu haben. Schöne bzw. gute Fotos zwar, aber sie konnten locker-leicht unter völlig anderen Themen laufen.
Schade drum.

In der Fotogruppe setzen wir uns - von diesem Wettbewerb inspiriert - mit dem Thema "Hoffnung" auseinander. Gemeinsam. Was wir wohl gemeinsam hinbringen werden? Einen Wettbewerb machen wir nicht daraus, aber eine (aussagekräftige) Ausstellung soll es werden.
Ich bin gespannt.

Rotzfahnen

Rotzfahnen.
Rotzfahnen.


Ein Freund erzählte mir von seiner neuesten Lektüre: Zen - Der Weg des Fotografen. Das sind "tägliche Übungen für mehr Kreativität in der Fotografie" von David Ulrich. (Er hat es aus der Stadtbücherei ausgeliehen.) Er hat mir daraus erzählt, von dem fotografischen Skizzenbuch. Dass die Kunst des Fotografierens die tägliche Übung beinhaltet (wenn nicht gar voraussetzt). Und so fordert der Autor und Lehrer von seinen Lesern und Schülern, wöchentlich allermindestens 100 bis 200 Fotos zu schiessen. (Bei dem Freund hörte sich das nach täglich an, da muss ich mich verhört haben.) Egal mit was für einer Kamera. Und es sollen auch nur Skizzen sein, keine ausgefeilten fotografischen Werke.
Der Freund überlegt sich nun, wie er das hinbekommt. Und zieht los zu einer seiner Rad- und Wandertouren.

Und ich? Ich werde kreativ. Ich kann gerade nicht sonderlich unterwegs sein (grippaler Infekt, kein Corona). Das, was ich den lieben langen Tag tue, das ist rotzeln (die Nase schneuzen). Ich bin schon ganz deppert davon. Was anderes habe ich nicht - scheint mir - fotografisch festzuhalten, selbst skizzenmässig nicht.
Die Rotzfahnen hier bestehen aus Klopapier, verschiedenen Klopapierrollen unterschiedlicher Farbe. Deswegen die Schattierungen.

Podcast: Fotomenschen

Gestern bin ich auf den Podcast Fotomenschen gestossen. Ich hatte spasseshalber mal "Fotopoet" im Internet gesucht. Ich meinte, mich dunkel zu erinnern, mal ein Blog eines sich so nennenden Menschen gelesen zu haben. Vor vielen Jahren.

Das Blog gibt es nicht. Aber eine ganze Podcast-Serie, die sich "Fotomenschen" nennt. Da ist dann auch der Podcast-Beitrag Der einarmige Fotopoet zu finden. Das hat mich interessiert, weil ein Freund von mir aus der ehemaligen Tschechoslowakei (und heutigen Tschechei) kommt und ausserdem eine mir bekannte Fotografin, der ich gerne auf Insta folge, gerade Malaise mit einer Hand hat und deswegen nicht fotografieren kann.

Ich habe die gesamte Podcastfolge angehört! Ich! Die ich so schlecht zuhören kann!
Sehr interessante Podcastserie überhaupt (ich habe in noch mehr reingehört). Sehr gut gemacht, recherchiert, gesprochen. (Sonst würde ich das Zuhören nicht durchhalten.) Informativ. Lässt Menschen und Zeiten wieder auferstehen.

(Ich sollte noch viel mehr schreiben über diese grandiose Podcast-Serie, doch mir fehlen die Worte. Kurz: Die Folgen, die ich - bis zu Ende (!) - angehört habe, habe ich sehr interessiert angehört und genossen.)

Eigene Postkarten als Fotografie-Werbung

Ein Freund, der die Tage auf Besuch hier in Heidelberg weilt, schreibt gerne Postkarten. Ich auch. Wir tauschen uns sozusagen postkartenmässig aus. Er nimmt Kunstdrucke, ich meine eigenen Fotos.
Gestern sassen wir so zusammen und unterhielten uns, da kam die Sprache auf, was ich für eine Kamera dafür benutze. Ob ich eine Canon hätte? Er meinte bestimmt eine Spiegelreflex, aber so etwas habe ich noch nie besessen. Ich habe meine Kamera - eine Reisekamera, die ich immer dabei habe - aus der Tasche gezogen und sie ihm gezeigt samt einem Foto. Hat ihm sehr gefallen und hat ihn ins Überlegen gebracht. Kann sein, dass er sich tatsächlich mal so eine kleine Kamera, wie ich sie habe, zulegt, schon um der Postkarten willen. Und sich in das schöne Hobby Fotografie stürzt!

Ich nehme gerne den Postkartendruckservice von Rossmann oder von Müller in Anspruch. Es gibt noch andere Discounter / Drogerien / ... hinter denen auch hauptsächlich das Grosslabor Cewe steht. Es heisst trotzdem, sich die verschiedenen Anbieter anzugucken, denn sie haben verschiedene Konditionen bzw. Ausführungen. Was sich auf jeden Fall lohnt, ist, sich deren Fotobearbeitungssoftware runterzuladen. Sie bietet meist mehr als online die Weboberfläche.
Mir macht das Spass, diese ganz persönlichen Grüsse zu verschicken und sie werden auch gerne angenommen, wie ich über die Weihnachtstage erfahren habe.

Foto(abenteuer)buch

So habe ich das jetzt getauft: Foto(abenteuer)buch. Der Name soll sich abheben von den Fotobüchern, die man überall in Auftrag geben kann. Ein Fototagebuch soll es auch nicht sein, denn ich tu mir schwer mit dem Tagebuchführen. Ich halte nie durch (es können Monate und mehr zwischen den Einträgen liegen), es ist alles sehr verknappt und so.

Mir schwebt eine Art Fotoalbum vor. Dazu kaufe ich mir eins von diesen selten gewordenen Alben und Fotoecken. Ich lasse meine (bearbeiteten) Fotos von z.B. den Ladenburger Literaturtagen entwickeln, klebe sie ein (schön mit Datum versehen) und schreibe auf einem Blatt Papier noch was dazu. (Wie mir die beiden Lesungen, die ich besucht habe, gefallen haben und so.)

Es müssen nicht immer Fototouren sein (obwohl so ein Album dann natürlich anspornt, mehr zu fotografieren). Auch meine Übungen in der Bildbearbeitung (wenn ich an die Pusteblumen denke) gehören dazu.

Vielleicht ein bisschen schade, dass das ausser mir wahrscheinlich niemand lesen wird.
Im Moment denke ich, ein privates Album ist besser als dieselben Eintragungen im Blog, denn in einem Album kann man auch Dinge reinschreiben, die man nicht so gerne in die Öffentlichkeit tragen will (was das auch immer sei: aus Höflichkeit, aus Rücksichtnahme, ...).