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Handschuhe: Das Bündchen

Das Bündchen, auf Englisch "cuff", in der deutschen Rückübersetzung auch "Manschette" genannt. Im Bild, von links nach rechts, ein glatt rechts gestricktes Bündchen, eine Manschette, ein dehnbares Bündchen.

Handschuhe
Verschiedene Handschuhe mit verschiedenen Bündchen.


Am besten gefällt mir das linke. Nachteil: Man bekommt es unter Umständen mühsam über die Hand, denn, wenn richtig entworfen, dann liegt das Bündchen am Handgelenk an und ist damit schmaler als der Handumfang. Das ist umständlich und erweckt zudem den Eindruck, der Handschuh sei zu klein, obwohl er wie angegossen passt.

Auf dem mittleren Bild ist die Manschette zu sehen. Dafür gilt ähnliches wie beim roten Handschuh. Die Manschette wurde extra erstellt, und dann im sogenannten Three-needle-bind-off mit dem Handschuh verbunden. Da muss mein beim Abketten sehr aufpassen, dass man locker bleibt.

Rechter Handschuh: So sehen die Bündchen aus, wie ich sei gerade stricke, weil sie den Vorteil haben, dass sie zum einen am Handgelenk anliegen und zum anderen dehnbar sind. Man kann also locker reinschlüpfen. Dafür sind sie vom Design her nicht so kunstvoll.

Die drei Handschuhe findet man in "Stulpen & Fäustlinge" von Clara Falk und Kamilla Svanlund, erschienen bei Bassermann (linker Handschuh). Den mittleren habe ich nach einer Anleitung aus "Mittens from around Norway" gestrickt, erschienen bei Trafalgar Square Books. Und der rechte ist inspiriert von den lettischen Mustern aus Maruta Grasmanes Buch "Handschuhe aus Lettland".

Handschuhtipps?

"?", weil's manchmal doch nur Hinweise sind.

Handschuhe
Verschiedene meiner selbstentworfenen und gestrickten Handschuhe.


Ich habe mir ja vorgenommen - und mache es auch - Handschuhe (besser: Fäustlinge) selbst zu entwerfen und dann diese Muster zu stricken. Ich nehme die Sockenwolle von Finkhof. Die hat es mir irgendwie angetan und sie ist ohne Polytierchen, nur reine Schurwolle. Für Handschuhe stricke ich sie mit

Tipp 1: dünneren Nadeln. 2,5mm oder 3mm, kommt auf das Muster drauf an. Socken stricke ich mit 3,5mm, wenn ich diese Wolle verwende.

Tipp 2: Verschiedene Grössen nicht durch Variation der Nadelstärke erreichen, sondern durch mehr oder weniger Maschen auf der Nadel.

Den zweiten Tipp muss ich noch durchprobieren. Bei meinen ersten Handschuhversuchen bin ich mit Grösse M irgendwie baden gegangen (ich warte noch auf die letzte Teststrickerin). Grösse S sitzt wunderbar, aber M scheint zu kurz zu sein. Dabei habe ich alles wunderbar ausgerechnet.

Tipp 3: Langes Bündchen. Irgendwo auf ravelry schrieb eine Teilnehmerin, dass sie lange Bündchen bevorzuge, da die Wärme eigentlich vom Puls komme, von den Armen, nicht von den Händen selbst.

Ich weiss nicht, ob diese Behauptung stimmt (ist da irgendwo ein Mediziner unter meinen Lesern, der dazu was sagen könnte?), aber viele mögen lange Bündchen, weil es dann nicht so in den Ärmel reinzieht, wenn sie Fahrradfahren etc. Allerdings ist das hinderlich beim schnellen An- und Ausziehen, wenn man zum Beispiel viel Strassenbahn fährt.

Tipp 4: Symmetrische Muster sind einfacher zu stricken als asymmetrische. Die Wiederholung macht es kurzweiliger und nicht so fehleranfällig, weil man einen besseren Überblick hat.

sich Ziele setzen beim Stricken

Dabei geht es mir im Moment nicht um stricktechnische Ziele, sondern wofür ich stricke. Ich habe alles, was ich so strickmässig brauche. Höchstens vllt. zwischendurch noch ein paar Socken (kann man eigentlich nie genug haben). Aber ansonsten bin ich versorgt.

Also stricke ich gerade nicht.

Doch gestern habe ich auf einem kleinen, schnuckeligen Weihnachtsmarkt (dem vom Heart&Soul-Café in der Bergheimer Str. 133 in Heidelberg - ich verlinke jetzt nicht, weil sie ihre Website nicht up to date halten) eine Freundin getroffen, mit eben der ich schon oft in eben diesem Café strickenderweise sass.

Und wir haben beschlossen, nächstes Jahr an diesem kleinen, schnuckeligen Weihnachtsmarkt selbstgefertigtes Strickzeugs zu verkaufen! Yeah, jetzt habe ich wieder ein Ziel, das bringt es dann!