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Strickenderweise Löcher in Strickstücken stopfen.

Dieser Methode bin ich vor einiger Zeit im Blog von Lanade begegnet. Ich dachte mir noch, dass das wahrscheinlich ein bisschen trickier ist als beschrieben, hatte es aber nicht weiter verfolgt.

Ein Mitglied der "I make mittens"-Gruppe auf ravelry wies auf ein schönes YouTube-Tutorial hin (alles auf englisch), in dem diese Methode anschaulicher und ins Detail gehend beschrieben wird. Ich ahnte es doch, dass es ein bisschen trickier ist als im Blog beschrieben!

Nun werde ich mich daran machen, meine Pullis wieder heil zu machen.

Endlich warme Handschuhe!

Gemeinhin denkt man bei Handschuhen, selbstgestrickte seien so wärmend. Aber irgendwie habe ich das nie hingebracht. Doch jetzt habe ich sie endlich, die wärmenden Handschuhe. Das Garn ist eine Mischung aus Schurwolle und Alpaka. Ich habe sie mit Nadelstärke 3 statt der für das Garn üblichen Nadelstärke 4 gestrickt. Und sie liegen eng an.

Seit Jahren (irgendwann habe ich das auch mal im Blog geschrieben) bin ich auf der Suche nach wirklich wärmenden Handschuhen. Immer wurden meine Finger kalt. Es hat mich einige Schritte gekostet auf dem Weg zu diesen guten Handschuhen. Und Erfahrung.

Zunächst mal war klar, dass ich Fäustlinge will. Fingerhandschuhe sind eh nicht so mein Ding. Fäustlinge wärmen besser, weil sich da die Finger gegenseitig wärmen.

Dann die Garnauswahl. Bei meinen ersten Handschuhen dachte ich, ich nehme Sockengarn, weil das so robust ist. Mehrere Strickerinnen auf ravelry versicherten mir, Sockengarn für Handschuhe sei kalt. Sie wüsten nicht, ob es an der starken Verzwirnung läge oder am Poly-Anteil, aber es sei kalt.
Das ziehe ich mittlerweile in Zweifel. Ich lese - wieder auf ravelry - viel von mit Sockengarn gestrickten Handschuhen, auch wieder von erfahrenen Strickerinnen. Nicht zuletzt Jenny Alderbrant ("JennyPenny" ist ihr Nick auf ravelry) in ihrem tollen Buch "Winter Knits from Scandinavia".
Meine tollen, wärmenden Handschuhe sind tatsächlich kein Sockengarn, doch man kann es ruhig versuchen, denke ich.

Man nimmt bei den Nadeln, mit denen man die Handschuhe strickt, üblicherweise eine ganze Nadelstärke (also 1mm weniger) kleiner als für normales Gestrick auf der Banderole des Garns angegeben. Die Maschen liegen dadurch enger beieinander. Nur bei Sockengarn macht man das nicht enger, weil man für Socken auch enges Gestrick braucht, und das ist auf der Banderole schon richtig angegeben.

Was sehr entscheidend ist, ist die Passform. Daran lag es ganz arg bei meinen Handschuhen. Die waren immer etwas zu weit, sodass die Luft im Handschuh sich nicht richtig erwärmte. Die Handschuhe liegen am Besten eng an, aber spannen nicht. Dann ist es prima.

Und last, but not least ist die Maschenprobe sehr entscheidend. Viele Strickerinnen machen sie bei Handschuhen nicht (ich oft auch nicht), weil sie eh so klein sind. Da kann man gleich einen ganzen Handschuh stricken und das dann daran sehen. Hinterher messe ich oft aus, um mit anderen Handschuhen zu vergleichen und um mir eine ungefähre Vorstellung von einer vorliegenden Anleitung zu verschaffen.
Wer die Maschenprobe macht, darf nicht vergessen, diese in der Runde zu stricken (in Runden gestrickt wird die Machenprobe ein bisschen anders als in Reihen), sonst passt es wieder nicht.

Wer es ganz besonders warm haben will, der zieht einen Handschuh unter den Handschuh. Entweder selbst gestrickt oder so dünne, im Outdoor-Laden erstandene.

Charitiy knitting hat so seine Vorteile.

Erstmal hört sich "charity knitting" so nett und altruistisch an. Aber wie viele von diesen sozialen, schönen Sachen, muss das noch lange nicht so altruistisch sein (Altruismus soll es ohnehin selten geben, habe ich irgendwo mal gelesen).

Für mich hat charity knitting mehrere Vorteile:

- Ich kann Anleitungen ausprobieren, die anderer Leute und meine selbst entworfenen.
- Wenn mir ein Strickstück nicht passt (ein bisschen zu gross oder zu klein), gibt es garantiert jemandem, dem es passt und der sich darüber freut. Ich habe nicht umsonst gestrickt.
- Ich habe für mich genug gestrickt, viel mehr brauche ich nicht. Ich kann durchs charity knitting also weiterstricken, brauche keine Pause zu machen.
- Menschen eine Freude machen, das macht mir selbst Freude. (Das wäre der altruistische Aspekt.)

Ich kann mich in meinem Hobby also austoben.
Ich werde (und tu es schon) Kleinscheiss stricken, hauptsächlich Handschuhe und Pulswärmer mit Garn von einem Hersteller, der ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. (Pullis für charity knitting kann ich mir nicht vorstellen.) Ich werde sie ans manna geben, das die Sachen dann beim nächsten alternativen Weihnachtmarkt (wann auch immer der sein wird, dieses Jahr nicht) vom manna fürs manna verkauft (ich bin da Ehrenamtliche in der Fotogruppe, kenne diese Organisation also sehr gut). Mir ist es wichtig, dass die Sachen nicht für umsonst weitergegeben werden, denn dann schätzen Menschen sie oft nicht. Dabei steckt in diesen Handschuhen viel Mühe, Können und Erfahrung drin.

Alltagsmaske selbst sticheln

Ja, wirklich sticheln, also von Hand nähen, und nicht mit der Nähmaschine. Das habe ich tatsächlich gemacht, obwohl ich eine (selten gebrauchte) Nähmaschine besitze.

Erst wollte ich gar keine nähen. Ich nähe selten, bin das nicht gewohnt. Dann hat es sich ergeben, dass ich in einer bestimmten Situation eine Beschäftigung brauchte, und habe nach was Sinnvollem gesucht. So bin ich auf die Alltagsmasken verfallen, per Hand genäht.

Es gibt im Prinzip zwei verschiedene Formen dieser Alltagsmasken: Die geformten und die gefalteten. Eine Freundin, von der ich wusste, dass sie näht (auf jeden Fall mehr näht als ich), habe ich nach ihren Erfahrungen gefragt. Sie sagte mir, sie habe beide Maskenformen genäht, wobei es bei der geformten so sei, dass man darunter besser Luft bekäme.
Sie hat mir gleich angeboten, eine zu nähen. Erst war ich zögerlich, aber so unlustig, mich wieder mit meiner Nähmaschine auseinanderzusetzen, sodass ich das Angebot doch angenommen habe.

Aber eine Alltagsmaske reicht nicht, zumal wir mit diesem Corona-Virus und mit Corona-Massnahmen welcher Art auch immer noch länger werden leben müssen. So reifte in mir die Idee, selbst welche zu machen.

Ich habe das Schnittmuster und die Anleitung von burda genommen. Das ist ganz gut gemacht, allerdings habe ich die Nähte nie umgebügelt (einmal habe ich mich daran versucht: Was für ein Gepfriemel), ich habe sie umgesteckt. Das geht einfacher.
Als Gummi habe ich den vorgeschlagenen dünnen verwendet, wobei mein Stoffdealer auch noch extra Maskengummi hatte (der ist rund und soft). Den Gummi habe ich nicht - wie vorgeschlagen - mit Sicherheitsnadeln fixiert, sondern die Enden verknotet. So kann ich leicht den Sitz kontrollieren und den Gummi vor dem Waschen wieder lösen und rausziehen.

MNS
Meine erste selbstgenähte Alltagsmaske.

Zwei Masken sind auf diese Art schon entstanden. Wobei eine - die auf dem Bild - so duftig wie Lingerie aussieht. (Meine Kollegin hat sich schlapp gelacht und noch ein weisses Nachthemd dazu vorgeschlagen und so durch die Strassen zu wandeln. Dann weicht mir garantiert jeder aus!)

Handschuhe: Das Bündchen

Das Bündchen, auf Englisch "cuff", in der deutschen Rückübersetzung auch "Manschette" genannt. Im Bild, von links nach rechts, ein glatt rechts gestricktes Bündchen, eine Manschette, ein dehnbares Bündchen.

Handschuhe
Verschiedene Handschuhe mit verschiedenen Bündchen.


Am besten gefällt mir das linke. Nachteil: Man bekommt es unter Umständen mühsam über die Hand, denn, wenn richtig entworfen, dann liegt das Bündchen am Handgelenk an und ist damit schmaler als der Handumfang. Das ist umständlich und erweckt zudem den Eindruck, der Handschuh sei zu klein, obwohl er wie angegossen passt.

Auf dem mittleren Bild ist die Manschette zu sehen. Dafür gilt ähnliches wie beim roten Handschuh. Die Manschette wurde extra erstellt, und dann im sogenannten Three-needle-bind-off mit dem Handschuh verbunden. Da muss mein beim Abketten sehr aufpassen, dass man locker bleibt.

Rechter Handschuh: So sehen die Bündchen aus, wie ich sei gerade stricke, weil sie den Vorteil haben, dass sie zum einen am Handgelenk anliegen und zum anderen dehnbar sind. Man kann also locker reinschlüpfen. Dafür sind sie vom Design her nicht so kunstvoll.

Die drei Handschuhe findet man in "Stulpen & Fäustlinge" von Clara Falk und Kamilla Svanlund, erschienen bei Bassermann (linker Handschuh). Den mittleren habe ich nach einer Anleitung aus "Mittens from around Norway" gestrickt, erschienen bei Trafalgar Square Books. Und der rechte ist inspiriert von den lettischen Mustern aus Maruta Grasmanes Buch "Handschuhe aus Lettland".