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Satz der Woche

Der Satz der Woche stammt von einem guten Kollegen (er hat ihn schon länger getan, aber das wird mein Leitsatz für die nächste Zeit). Er ist beinharter Realist, sehr logisch und hat einen köstlichen Humor.

Über kurz oder lang, gehn die Dinge ihren Gang.


Aus der Kategorie: Wie das Leben so spielt.

Familiengeheimnisse enträtseln tut gut.

Bei den wichtigsten zumindest, den Schlüsseldingern. Ah, was sich bei mir setzt und legt! Ich werde immer ruhiger und gelassener. Wunderbar. Das wirkt sich auch sehr positiv auf meinen Blutdruck aus, ich brauche meine Blutdrucktabletten schon längst nicht mehr. Hach!

Sowohl mein Bruder als auch ich als auch meine Mutter hatten nie verstanden, warum das so ein jahrzehntelanger harter Scheidungskrieg war. Klar, wenn ich jetzt uns drei aufzähle und meinen Vater auslasse, dann muss da was an ihm gelegen haben.
Es hat an den Deppen ausserhalb von uns vieren gelegen, die sich nur gar zu gerne eingemischt haben. Boa, war das brutal! Und ja, die waren auf Vaters Seite zu finden (aber nicht an seiner Seite, was ihm nicht klar war). Brutalinskis. Und dachten wohl, es käme ihnen niemand auf die Schliche. Ha!
(Mein Vater lebt nicht mehr, ich kann ihm leider nicht mehr den Marsch blasen. Aber schwer gebüsst hat er es ohnehin, weil so etwas einfach nicht gut gehen kann.)

Ach, ich lass das einfach sich setzen. Schon das Wissen allein wirkt. Dieser himmlische Friede. Wunderbar!

Frau und Handwerk

in der Internetzeitung "Deine Korrespondentin" erschien gerade der Artikel Sei unabhängig und beneidenswert - Warum Frauen selbst Hand anlegen sollten. Ich denke sofort an einige Frauen aus meinem Umfeld, die das tun: Julia vom urbarium, Julia mit ihrer Firma, Petra, ... Eigentlich müsste ich gleich an mich selbst denken, aber ich kann tapezieren nicht leiden (in dem Artikel geht es um eine Baukoordinatorin - nicht mein Ding). Und ich stricke viel, ein typisch weibliches Handwerk (zur Zeit jedenfalls). Ausserdem liebe ich es, gemeinschaftlich mit anderen was zu erarbeiten. Ich glaube, das ist auch eher weiblich.

Doch mein Beruf, das ist ein typisch männlicher, ich bin Ingenieurin. Und ich glaube, in dem Männerladen, in dem ich arbeite, bin ich doch so etwas wie ein role model. So manches Mal wundere ich mich, dass nicht die erfahreneren Kollegen adressiert werden, sondern ich. Jeweils immer von Frauen.

Aber ich kann es verstehen. Es bringt was für die eigene Identität, wenn man es in einem Männerberuf mit einer Frau zu tun hat. Ich weiss das aus eigener Erfahrung. Ich weiss nicht, in was für einer Lebensphase ich war - erwachsen war ich schon - in der ich lauter Ärztinnen hatte (heute ist es bei mir gemischt). Mir tat das damals gut, dass diese Frauen allesamt echt was drauf hatten und das zu erleben. (Umgekehrt ging es einem Freund mit Männern so. Er hat das gebraucht, dass Männer was können, aus schlechter Erfahrung mit Frauen heraus.)

Immer dasselbe mit dem Urlaub

Vor dem Urlaub freut man sich wie toll das ist, nicht mehr angebunden zu sein im Urlaub. Und man freut sich darauf, dies, das und jenes zu tun.
Kommt dann der Urlaub, so schaltet man einen Gang runter (von wegen: Dies, das und jenes tun!), v.a. in der ersten Woche. So mancher Gedanke, so manches Erlebte setzt sich, legt sich. Das braucht Zeit. Und noch eine Stufe runtergeschalten. In der zweiten Woche zieht man dann langsam wieder an. Nach der zweiten Woche heisst es dann wieder: Loslegen! Und man freut sich auf den nächsten Urlaub. Da wird man endlich wahrmachen, was man in diesem versäumt hat. (Ha, ha!)

sich Passwörter merken etc.

Langsam bin ich genauso gut im Passwörter merken, wie ein Freund das mit Telefonnummern tut. Ich habe sie mir schon vermerkt (sonst wird man ganz mall), aber ich merke, mehr und mehr weiss ich die Dinger auswendig.

Und dieser Freund? Ja, er hat ein Smartphone, das er ausführlich benutzt, aber das darin enthaltene Adressbuch, das benutzt er fast nie. Er weiss die Telefonnummern auswendig. Und wenn er's doch mal nicht so weiss, dann schaut er in der History nach, und zielsicher findet er die richtige.

Oder doch nicht?

Bei selten angerufenen Menschen funktioniert's nicht so. Letztens musste er ein paar Seltene anrufen. Den einen hat er auch erwischt, aber beim anderen wollte es partout nicht klappen. Alle möglichen anderen Leute hat er erreicht und gleich schöne Weihnachten gewünscht, aber den einen, um den's ging, nicht. Schliesslich hat er aufgegeben. Und zugegeben, dass das mit dem Adressbuch doch eine gute Sache ist.