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Politik, Religion und Geld aus Diskussionen raushalten.

Gestern war ich im Klimaasyl in einer befreundeten WG (bei denen war es deutlich kühler als bei mir). Es kam noch ein Besucher dazu. Ich weiss nicht, wie es kam, aber der Freund in dieser WG fing mit irgendwas Politischem an. Mir wurde schon unbehaglich zumute, da meinte der Besucher, er liesse Politik, Religion und Geld aus Unterhaltungen / Diskussionen raus, weil es da immer zu Streit käme.

Politik ist so eine Rechthaberchose. Eigentlich braucht man dafür einen kühlen Blick, doch so viele haben es hier mit Rechthaberei und schnellen Meinungen. Als ob man so differenzierte Entscheidungen treffen könnte! Doch wer will das wissen? Politik ist gut, wenn man sich aufregen will.

Thema Religion. Zum einen mit hochgefahrenen Erwartungen an Gläubige überfrachtet. Zum anderen meint dazu oft jeder, die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben. (Ich denke, mein Religionslehrer wusste schon, warum er so betonte, DIE Wahrheit gebe es nicht.) Ich wünsche mir hier Gelassenheit, Toleranz, Offenheit. Erstmal finden.

Geld führte der Besucher auch noch an. Die Verteilung von Geld ist ungerecht. Punktum. Was will man dazu schon sagen? Dieses Thema meiden Gott sei Dank die meisten, sodass ich hier keine Erfahrungswerte habe.

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Kommentare

Rolf am :

Wie recht du doch hast Sabine :-)
Hab' einen schönen Sonntag, Rolf

Torsten am :

Ist doch komisch, dass das Thema mit dem kaum besteuerten Superreichtum so wenig diskutiert wird, oder? Da müsste sich das Volk doch drüber aufregen.
Und so ein Friedrich Merz will die sowieso schon schwer und lange arbeitenden Klein- und Durchschnittsverdiener NOCH länger arbeiten lassen, statt endlich mal ans Vermögen der Superreichen dran zu gehen, die sicherlich nicht mit Mitte 50 oder so schon die Knochen kaputt haben von der Arbeit?

Violine am :

Willst Du mich triezen, Torsten, und hier einen (gedeihlichen) politischen Diskurs anfangen? Wobei deine beiden Punkte eh so offensichtlich sind, dass ich da kein Contra geben kann.

Torsten am :

Nein, triezen und ärgern möchte ich dich nicht, das liegt mir fern. Ich wollte nur meinen mittelscharfen Senf dazugeben. ;-)

Horst Schulte am :

Manchmal hilft selbst die kühlere Umgebungstemperatur nicht mehr – bei manchen Themen brennt einem eben einfach die Hutschnur durch. Mit fast 73 Jahren ertappe ich mich selbst hin und wieder dabei und dachte eigentlich, man würde im Alter automatisch weiser werden. Doch oft ist das Gegenteil der Fall! Dünnhäutigkeit und Rechthaberei machen uns das Miteinander manchmal schwer – und das gilt für alle Seiten.
Umso schöner ist es, wenn wir versuchen, durch ein bisschen Selbstkontrolle und Gelassenheit dagegenzuhalten, auch wenn es manchmal schwerfällt. Schließlich brauchen wir konstruktive Reibung: Gesellschaften, in denen Konflikte nicht mehr offen und fair ausgetragen werden, treten auf der Stelle. Nur im lebendigen Austausch kommen wir wirklich weiter.

Violine am :

Auf den lebendigen, kontruktiven Austausch, Horst!

Und ja, auch ich werde, je älter ich werde, dünnhäutiger.

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