Von einer guten Freundin habe ich das Fotobuch „Im Augenblick – Ein Wegweise zu achtsamer Fotografie“ von Paul Sanders, erschienen bei Prestel, zu Weihnachten erhalten.
Ich lese es Stückchen für Stückchen, denn ein Buch über Achtsamkeit ist nicht zum Drüber-weg-Huschen gedacht. Die Übungen wollen mit Bedacht gemacht und eingeübt werden.
Da steht zum Beispiel auf Seite 25 unter anderem:
Kümmern Sie sich nicht darum, großartige Bilder zu machen, sondern fotografieren Sie einfach die Momente, die Sie entdecken.
Das bestärkt mich in meiner „Zufallsfotografie“. Oder, wie ein Freund aus der Fotogruppe es ausdrückt: „Stillleben kannst Du!“ Das sagte er unter anderem bei dem Bild mit der Tulpe.
Tulpe in Vase auf Tisch.
Ich saß da in einem sehr netten Café, dem Heart&Soul. Es war relativ leer und ich konnte so rumgucken und die Atmosphäre geniesssen. Dabei ist mir die Tulpe in der Vase auf dem Tisch aufgefallen. Das Foto hängt mittlerweile in gross („gross“ ist dabei 30x30cm) im manna-Café in der Plöck in der Fotoausstellung (Titel der Ausstellung: „Auf der Suche nach dem Licht“).
Das Heart&Soul ist an sich schon atmosphärisch, aber diese einzelne Tulpe, die sich dem Licht zuneigt (links ist ein grosses Fenster), die hat mich angezogen.
Das war also ein achtsames Vorgehen. Ich habe mein Umfeld auf mich wirken lassen, war offen, aufmerksam, hatte meine Ruhe. So ein Bild hätte ich mir vorher nicht ausdenken können. Achtsame Fotografie.
Ja Sabine, achtsame Fotografie, darauf sollte ich mich auch mehr konzentrieren.
Derzeit fehlt mir, zuletzt auch wetterbedingt, die rechte Motivation zum Fotografieren. Ich hoffe, dass mir kurzfristig wieder fotografierenswerte Motive vor die Linse kommen, achtsam sein halt
Liebe Grüße und noch ein frohes Weihnachtsfest,
Rolf
auch Dir ein frohes Weihnachtsfest!
Früher oder später kommen die fotogenen Motive bestimmt. Bloss nichts erzwingen.
Und bei dem kalten Wetter mag man die Finger nicht aus den Handschuhen nehmen zum Fotografieren.
Heiko am :
"Kümmern Sie sich nicht darum, großartige Bilder zu machen, sondern fotografieren Sie einfach die Momente, die Sie entdecken."
^^^^^ Ich glaube, das ist der beste Tipp, den man jemandem mit auf den Weg geben kann. Der Beste vor allem darum, weil er so einfach wie wahr ist.
Wenn man sich auf Achtsamkeit beim Fotografieren (vll. sogar nicht nur dort) einlässt stellt man fest, dass man das "Üben" nicht ein paarmal praktiziert sondern es regelmäßig anwendet. So, wie eigentlich alles ein stetiges (hinzu-) Lernen ist.
In jedem Fall ist es - für mich empfinde ich das so - ein Gewinn. Nicht nur beim Fotografieren. Ich wünsch' Dir weiter viel Freude dabei & damit.
V.a. fällt auch das krampfhafte Suchen nach einem Motiv weg.
Der Autor schreibt auch was von, man müsse nicht alles fotografieren, sondern einfach mal bewusst wahrnehmen.
Sehr gut, denn ich kann wirklich nicht dauernd fotografieren, besonders dann nicht, wenn ich irgendwo neu bin. Das muss ich erst mal auf mich wirken lassen.
Wenn der Autor schreibt: „Kümmern Sie sich nicht darum, großartige Bilder zu machen“, dann finde ich das richtig, weil dann möglicherweise alles zu verkrampft wird.
Andererseits – und das weiß ich aus leidvoller Erfahrung in meinen fotografischen Anfangszeiten – bringt es auch nichts, einfach draus los zu knipsen. Da gibt es halt doch immer noch, wie auch in der Malerei, bestimmte Gestaltungsprinzipien zu beachten, wenn das Bild wirklich gut werden soll.
Aber ohne die Achtsamkeit würde ein Foto wahrscheinlich zwar technisch perfekt werden, aber seelenlos erscheinen.
Ich mache es eigentlich immer so, dass ich die Kamera – na gut, heutzutage das Smartphone – bei Spaziergängen immer dabei habe, und wenn mich ein Motiv spontan anspricht, dann verewige ich es halt auf der Speicherkarte. Und in solchen Momenten bin ich immer voll im der Gegenwart und aufs Motiv konzentriert, und das ist ein schönes Gefühl, finde ich.
Ich erinnere mich an eine Bekannte, die schön drauflos knipste, aber ihre Fotos waren unsäglich, weil sie keine Gestaltungsprinzipien kannte.
Der Autor beschreibt im Buch auch weiters zum Moment einfangen, dass man sich das angucken soll, ob man das so eingefangen hat wie ohne Foto gesehen.
Aber auf Gestaltungsprinzipien ist er bis auf S. 51 - wo ich gerade stecke - nicht eingegangen.
Kommentare
Rolf am :
Derzeit fehlt mir, zuletzt auch wetterbedingt, die rechte Motivation zum Fotografieren. Ich hoffe, dass mir kurzfristig wieder fotografierenswerte Motive vor die Linse kommen, achtsam sein halt
Liebe Grüße und noch ein frohes Weihnachtsfest,
Rolf
Violine am :
auch Dir ein frohes Weihnachtsfest!
Früher oder später kommen die fotogenen Motive bestimmt. Bloss nichts erzwingen.
Und bei dem kalten Wetter mag man die Finger nicht aus den Handschuhen nehmen zum Fotografieren.
Heiko am :
^^^^^ Ich glaube, das ist der beste Tipp, den man jemandem mit auf den Weg geben kann. Der Beste vor allem darum, weil er so einfach wie wahr ist.
Wenn man sich auf Achtsamkeit beim Fotografieren (vll. sogar nicht nur dort) einlässt stellt man fest, dass man das "Üben" nicht ein paarmal praktiziert sondern es regelmäßig anwendet. So, wie eigentlich alles ein stetiges (hinzu-) Lernen ist.
In jedem Fall ist es - für mich empfinde ich das so - ein Gewinn. Nicht nur beim Fotografieren.
LG
Heiko
Violine am :
Der Autor schreibt auch was von, man müsse nicht alles fotografieren, sondern einfach mal bewusst wahrnehmen.
Sehr gut, denn ich kann wirklich nicht dauernd fotografieren, besonders dann nicht, wenn ich irgendwo neu bin. Das muss ich erst mal auf mich wirken lassen.
Torsten am :
Wenn der Autor schreibt: „Kümmern Sie sich nicht darum, großartige Bilder zu machen“, dann finde ich das richtig, weil dann möglicherweise alles zu verkrampft wird.
Andererseits – und das weiß ich aus leidvoller Erfahrung in meinen fotografischen Anfangszeiten – bringt es auch nichts, einfach draus los zu knipsen. Da gibt es halt doch immer noch, wie auch in der Malerei, bestimmte Gestaltungsprinzipien zu beachten, wenn das Bild wirklich gut werden soll.
Aber ohne die Achtsamkeit würde ein Foto wahrscheinlich zwar technisch perfekt werden, aber seelenlos erscheinen.
Ich mache es eigentlich immer so, dass ich die Kamera – na gut, heutzutage das Smartphone – bei Spaziergängen immer dabei habe, und wenn mich ein Motiv spontan anspricht, dann verewige ich es halt auf der Speicherkarte. Und in solchen Momenten bin ich immer voll im der Gegenwart und aufs Motiv konzentriert, und das ist ein schönes Gefühl, finde ich.
Violine am :
Ich erinnere mich an eine Bekannte, die schön drauflos knipste, aber ihre Fotos waren unsäglich, weil sie keine Gestaltungsprinzipien kannte.
Der Autor beschreibt im Buch auch weiters zum Moment einfangen, dass man sich das angucken soll, ob man das so eingefangen hat wie ohne Foto gesehen.
Aber auf Gestaltungsprinzipien ist er bis auf S. 51 - wo ich gerade stecke - nicht eingegangen.