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Salatschleuder für Stricksachen

Bei Ysolda Teague (eine angesagte Strickdesignerin) habe ich auf Instagram in den Stories die Anregung gefunden, feuchte/nasse Stricksachen in die Salatschleuder zu tun! Faszinierende Anregung.
Ich denke, ich werde das mal mit meinen Socken ausprobieren. Bei ihr aber war ein ganzer Pulli in der Salatschleuder! Wer weiss, was für eine Grösse das war (meine Pullis haben doch mehr Volumen), doch mit den Socken auszuprobieren halte ich für eine gute Idee. Da geht bestimmt eine Menge Wasser raus.

Man soll Stricksachen ja nicht auswringen. Das tut dem Gewebe gar nicht gut. Stattdessen in ein trockenes Handtuch einwickeln, ausdrücken (und mit den Füssen darauf rumtrampeln). Ein ziemlicher Act. Aber Salatschleuder, das hat was!

Begeisternde Lesung mit Christoph Dittert in der Tiefburg.

Christoph Dittert ist einer der momentan sieben Autoren der Serie "Die drei ???", die es mittlerweile seit 58 Jahren gibt. Heute hat er in der Tiefburg aus dem Buch "Die drei ??? und der Mottenmann" vorgelesen. Huuuu, ganz schön spannend! So gut geschrieben, dass ich denke, ich muss diese Bücher, die ich noch aus meiner Jugend kenne und dann natürlich, diejenigen aus der Serie, die ich noch nicht kenne, wieder lesen. Das ist köstliche Unterhaltung!

Christoph Dittert hat sich dann auch den Fragen des gemischten Publikums gestellt. Er konnte das gut und wir hatten alle unseren Spass. Die Kinder hörten fast nicht mehr auf zu fragen. Dabei habe ich auch gelernt, dass es im Kosmos-Verlag, bei dem "Die drei ???" erscheinen, auch "Die drei !!!" gibt. Das wusste ich noch gar nicht, kannte ich noch nicht. Herr Dittert meinte, die seien cool. Das sind drei Mädels, die lauter Fälle lösen, so wie auch Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews das tun. Es schreiben lauter Autorinnen an den drei !!! und anders als bei den Jungs, gibt es bei den Mädels eine Entwicklung. Man sollte wahrscheinlich die Serie von Anfang an lesen. Ich werde gleich mal im Internet nach ihnen stöbern gehen!

Irrentanz aus "Meister Li und der Stein des Himmels"

Das Buch "Meister Li und der Stein des Himmels" stammt aus der Feder von Barry Hughart, eines mittlerweile verstorbenen Fantasyautors. Für den ersten Band aus der Meister-Li-Serie ("Meister Li und die Brücke der Vögel") wurde er sowohl mit dem World Fantasy Award als auch mit dem Mythopoeic Fantasy Award ausgezeichnet. Bei uns ist die Serie im S.Fischer-Verlag erschienen.

Ich will hier eine Szene aus dem Bergwerk aus dem Buch erzählen.
Im Bergwerk arbeiteten einst viele Leute beim Silberabbau (ich glaube, es war Silberabbau, wenn ich mich noch recht erinnere). Dazu wurde viel Quecksilber gebraucht, was auf die Nerven der Abbauenden ging. Sie starben gar nicht richtig, sondern tanzten wahnsinnig im Ring an einer Stelle innerhalb des Bergwerks (vllt. um ein Feuer, das weiss ich nicht mehr). Jeder, der in die Nähe dieses Rings geriet, wurde in diesen Ring hineingezogen, musste mittanzen und kam nicht mehr heraus, egal wie sehr er sich anstrengte. Sie zogen und zerrten an einem.
Nur "Nummer Zehn der Ochse" - so der Name eines der Helden in dieser Serie, Adlatus von "Meister Li" - schaffte es aufgrund seiner grossen Kraft.

Ich wollte nur mal sehen, ob ich das kurz und bündig darstellen kann. Mir spukt es gerade im Kopf herum. (Ja, so kam ich mir bei meinem Vater vor, aber in aller Regel denke ich da nicht mehr dran. Das hier hat jetzt einen anderen Bezug.)

Ein Schwank aus meiner Jugend: Tennis

Aus aktuellem Anlass (den Anlass verschweige ich, ich würde sonst jemanden (einen netten Menschen) blossstellen - das geht nun gar nicht) grabe ich einen Schwank aus meiner Jugend aus. Ich habe heute so zurückgedacht und mich dann irgendwann gefragt, wenn mich jemand darum bittet, zu erzählen (so anekdotisch zu erzählen), dann würde ich das folgende ausgraben:

In meiner Jugend waren Steffi Graf und Boris Becker ganz gross und räumten ab. Ganz Deutschland im Tennis-Fieber, gefühlt x Millionen Trainer und (ehemalige) Spieler. Mein Vater gehörte auch dazu. Sass wie gebannt vor dem Fernseher.

Einmal "fachsimpelte" (Ihr seht schon an den Gänsefüsschen, was ich davon hielt) er mit irgendeinem Bekannten über Boris Becker und Tennis und meinte, er beobachte das ja schon lange, ...
Hörte sich beeindruckend an. Nur: Er sass wirklich nur vor dem Fernseher, hatte sich nie zu einem Turnier bequemt (es wäre ihm nie auch nur im leisesten in den Sinn gekommen), hatte auch gar keine wie auch immer gearteten Connections, kaufte sich halt Tag für Tag seine heissgeliebte BILD und versumpfte vor dem Fernseher.
Mein Bruder und ich waren nicht angetan, von seiner Haltung nicht und auch nicht vom Tennis. Und doch: Wieder und wieder mussten wir ihm die Tennisregeln erklären. Ihm, dem Experten. Wir, die Tennis-Ignoranten. Er kannte sie nicht und vergass sie sofort wieder.

Ihr könnt Euch denken, dass ich froh und dankbar bin, mittlerweile mit ganz "normalen" Leuten zu tun zu haben. Mit Leuten, die man so (an-)nehmen kann wie sie sind und nicht um 10 Ecken denken muss.

Die Stimme des Peter Shaw: Jens Wawrczeck

Auf hr2 gibt es ein ca. 50minütiges Interview mit Jens Wawrczeck (Sänger, Schauspieler, Synchronregisseur und was noch alles). Er ist die deutsche Stimme von Peter Shaw, dem zweiten Detektiv der drei ???. Kult seien die geworden, meint er im Interview, Erwachsene hören die Hörspiele zum Einschlafen. Also nicht nur was für Kinder und Jugendliche.

Ich war ganz erstaunt, wie hell er singen kann. Die ganzen Stücke im Interview, die sind von ihm gesungen, zum Beispiel Move over Darling (hier der Link zu Youtube), das im Original von Doris Day gesungen wird (die gar nicht so brav ist, wie hierzulande immer dargestellt, meint er). So kann ich mir auch vorstellen, dass er den Peter Shaw über all die Jahre gut darstellen konnte.

Ende September wird es in meinem Stadtteil ein kleines Krimifestival geben. Da ist auch was für die Kinder dabei. Natürlich die drei ???. Einer der Autoren kommt und liest (Alfred Hitchcock hatte immer nur seinen Namen und sein Konterfei hergegeben, selbst geschrieben hat er nie, das waren schon immer andere). Ich denke, ich werde hingehen, zumal das Ambiente (die Tiefburg hier) sehr schön ist.