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Mitgemacht bei einem Fotowettbewerb.

Dieses Jahr habe ich doch mal bei einem Fotowettbewerb mitgemacht. Ausgeschrieben vom hiesigen dpunkt-Verlag und der Stadtbücherei dachte ich - nachdem ich dann auch die Preise studiert hatte - das sei eine gute Sache. Das Thema war "Hoffnung". Ein Thema, das dieser Tage wohl in der Luft liegt, aber so schwer darzustellen. (Eine Collage war verboten.)

Rotzfetzen und GeloMyrtol.
Rotzfetzen und GeloMyrtol: Meine Hoffnung auf Besserung.

Ich habe mir den Spass gemacht, auch ein Foto einzusenden. Ob das wohl irgendwie in die Ränge kommen würde? Bisschen provokant in seiner Hässlichkeit ist es ja. (Ein Haufen Rotzfetzen und darauf eine Blisterpackung GeloMyrtol, das meine Hoffnung auf Besserung symbolisierte. Da hatte ich gerade eine Erkältung.) Die Modalitäten des Fotowettbewerbs waren so squishy, da war alles möglich. Aber ich hielt das immer noch für einen regionalen Wettbewerb, da die Stadtbücherei mit involviert war (und unsere Stadtbücherei ist gut).

Gestern waren wir - meine Fotogruppe und ich - die Ausstellung anschauen mit den Siegerfotos und der Shortlist im 1. Stock der Stadtbücherei. Ich hatte sie schon vorher online angesehen. Da fiel schon auf, dass das internationale Fotos waren, also von wegen regionaler Wettbewerb!
Beim gemeinsamen Betrachten und Studieren waren wir uns einig, dass viele der Fotos herzlich wenig mit "Hoffnung" zu haben. Schöne bzw. gute Fotos zwar, aber sie konnten locker-leicht unter völlig anderen Themen laufen.
Schade drum.

In der Fotogruppe setzen wir uns - von diesem Wettbewerb inspiriert - mit dem Thema "Hoffnung" auseinander. Gemeinsam. Was wir wohl gemeinsam hinbringen werden? Einen Wettbewerb machen wir nicht daraus, aber eine (aussagekräftige) Ausstellung soll es werden.
Ich bin gespannt.

Salatschleuder für Stricksachen

Bei Ysolda Teague (eine angesagte Strickdesignerin) habe ich auf Instagram in den Stories die Anregung gefunden, feuchte/nasse Stricksachen in die Salatschleuder zu tun! Faszinierende Anregung.
Ich denke, ich werde das mal mit meinen Socken ausprobieren. Bei ihr aber war ein ganzer Pulli in der Salatschleuder! Wer weiss, was für eine Grösse das war (meine Pullis haben doch mehr Volumen), doch mit den Socken auszuprobieren halte ich für eine gute Idee. Da geht bestimmt eine Menge Wasser raus.

Man soll Stricksachen ja nicht auswringen. Das tut dem Gewebe gar nicht gut. Stattdessen in ein trockenes Handtuch einwickeln, ausdrücken (und mit den Füssen darauf rumtrampeln). Ein ziemlicher Act. Aber Salatschleuder, das hat was!

Begeisternde Lesung mit Christoph Dittert in der Tiefburg.

Christoph Dittert ist einer der momentan sieben Autoren der Serie "Die drei ???", die es mittlerweile seit 58 Jahren gibt. Heute hat er in der Tiefburg aus dem Buch "Die drei ??? und der Mottenmann" vorgelesen. Huuuu, ganz schön spannend! So gut geschrieben, dass ich denke, ich muss diese Bücher, die ich noch aus meiner Jugend kenne und dann natürlich, diejenigen aus der Serie, die ich noch nicht kenne, wieder lesen. Das ist köstliche Unterhaltung!

Christoph Dittert hat sich dann auch den Fragen des gemischten Publikums gestellt. Er konnte das gut und wir hatten alle unseren Spass. Die Kinder hörten fast nicht mehr auf zu fragen. Dabei habe ich auch gelernt, dass es im Kosmos-Verlag, bei dem "Die drei ???" erscheinen, auch "Die drei !!!" gibt. Das wusste ich noch gar nicht, kannte ich noch nicht. Herr Dittert meinte, die seien cool. Das sind drei Mädels, die lauter Fälle lösen, so wie auch Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews das tun. Es schreiben lauter Autorinnen an den drei !!! und anders als bei den Jungs, gibt es bei den Mädels eine Entwicklung. Man sollte wahrscheinlich die Serie von Anfang an lesen. Ich werde gleich mal im Internet nach ihnen stöbern gehen!

Irrentanz aus "Meister Li und der Stein des Himmels"

Das Buch "Meister Li und der Stein des Himmels" stammt aus der Feder von Barry Hughart, eines mittlerweile verstorbenen Fantasyautors. Für den ersten Band aus der Meister-Li-Serie ("Meister Li und die Brücke der Vögel") wurde er sowohl mit dem World Fantasy Award als auch mit dem Mythopoeic Fantasy Award ausgezeichnet. Bei uns ist die Serie im S.Fischer-Verlag erschienen.

Ich will hier eine Szene aus dem Bergwerk aus dem Buch erzählen.
Im Bergwerk arbeiteten einst viele Leute beim Silberabbau (ich glaube, es war Silberabbau, wenn ich mich noch recht erinnere). Dazu wurde viel Quecksilber gebraucht, was auf die Nerven der Abbauenden ging. Sie starben gar nicht richtig, sondern tanzten wahnsinnig im Ring an einer Stelle innerhalb des Bergwerks (vllt. um ein Feuer, das weiss ich nicht mehr). Jeder, der in die Nähe dieses Rings geriet, wurde in diesen Ring hineingezogen, musste mittanzen und kam nicht mehr heraus, egal wie sehr er sich anstrengte. Sie zogen und zerrten an einem.
Nur "Nummer Zehn der Ochse" - so der Name eines der Helden in dieser Serie, Adlatus von "Meister Li" - schaffte es aufgrund seiner grossen Kraft.

Ich wollte nur mal sehen, ob ich das kurz und bündig darstellen kann. Mir spukt es gerade im Kopf herum. (Ja, so kam ich mir bei meinem Vater vor, aber in aller Regel denke ich da nicht mehr dran. Das hier hat jetzt einen anderen Bezug.)

Ein Schwank aus meiner Jugend: Tennis

Aus aktuellem Anlass (den Anlass verschweige ich, ich würde sonst jemanden (einen netten Menschen) blossstellen - das geht nun gar nicht) grabe ich einen Schwank aus meiner Jugend aus. Ich habe heute so zurückgedacht und mich dann irgendwann gefragt, wenn mich jemand darum bittet, zu erzählen (so anekdotisch zu erzählen), dann würde ich das folgende ausgraben:

In meiner Jugend waren Steffi Graf und Boris Becker ganz gross und räumten ab. Ganz Deutschland im Tennis-Fieber, gefühlt x Millionen Trainer und (ehemalige) Spieler. Mein Vater gehörte auch dazu. Sass wie gebannt vor dem Fernseher.

Einmal "fachsimpelte" (Ihr seht schon an den Gänsefüsschen, was ich davon hielt) er mit irgendeinem Bekannten über Boris Becker und Tennis und meinte, er beobachte das ja schon lange, ...
Hörte sich beeindruckend an. Nur: Er sass wirklich nur vor dem Fernseher, hatte sich nie zu einem Turnier bequemt (es wäre ihm nie auch nur im leisesten in den Sinn gekommen), hatte auch gar keine wie auch immer gearteten Connections, kaufte sich halt Tag für Tag seine heissgeliebte BILD und versumpfte vor dem Fernseher.
Mein Bruder und ich waren nicht angetan, von seiner Haltung nicht und auch nicht vom Tennis. Und doch: Wieder und wieder mussten wir ihm die Tennisregeln erklären. Ihm, dem Experten. Wir, die Tennis-Ignoranten. Er kannte sie nicht und vergass sie sofort wieder.

Ihr könnt Euch denken, dass ich froh und dankbar bin, mittlerweile mit ganz "normalen" Leuten zu tun zu haben. Mit Leuten, die man so (an-)nehmen kann wie sie sind und nicht um 10 Ecken denken muss.